Akku-Rückruf LG: Sicherheit und Verbraucherurteile

Akku-Rückruf LG: Sicherheit und Verbraucherurteile im Fokus

Letztes Update: 23. März 2025

Der Artikel beleuchtet den aktuellen Akku-Rückruf von LG, der nach Haus-Explosionen initiiert wurde. Auch positive Verbraucherurteile aus Senec-Fällen werden thematisiert und geben Aufschluss über die Sicherheit von Stromspeichern.

LG-Stromspeicher unter Verdacht: Akku-Rückruf LG nach Explosion in Schönberg – Senec-Kunden erzielen positive Urteile

Die Explosion eines Einfamilienhauses in Schönberg bei Sandesneben sorgt derzeit für große Verunsicherung bei Besitzern von Photovoltaik-Anlagen. Im Fokus der Ermittlungen steht ein Batteriespeicher des südkoreanischen Herstellers LG. Experten vermuten, dass der LG-Speicher die Ursache für die verheerende Explosion am 19. Februar 2025 sein könnte. Glücklicherweise befanden sich die Bewohner zum Zeitpunkt des Unglücks im Urlaub, sodass niemand verletzt wurde. Dennoch ist der Sachschaden enorm: Die Explosion riss eine komplette Hauswand heraus und machte das Gebäude einsturzgefährdet. Der Schaden wird auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt. Der Fertighausanbieter Viebrock, der zwischen 2017 und 2024 LG-Speicher in seinen Häusern verbaute, reagierte sofort. Alle Speicher derselben Produktionsreihe wurden vorsorglich in den Stand-by-Modus versetzt oder gedrosselt. Diese Maßnahme soll weitere Risiken minimieren, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind.

Akku-Rückruf LG: Hersteller reagiert auf Sicherheitsrisiken

Als direkte Konsequenz aus dem Vorfall in Schönberg hat LG Energy Solution eine umfangreiche Rückrufaktion gestartet. Betroffen sind insbesondere die Modelle LG RESU 10H und LG RESU 7H, die zwischen 2017 und 2019 produziert wurden. Laut Herstellerangaben besteht bei diesen Modellen die Gefahr, dass sie überhitzen und in seltenen Fällen sogar Feuer fangen könnten. Besitzer dieser Geräte sollten dringend überprüfen, ob ihr Speicher betroffen ist. LG bietet hierfür eine kostenfreie Inspektion und den Austausch der betroffenen Batterien an. Auf einer eigens eingerichteten Website können Verbraucher anhand der Seriennummer ihres Geräts prüfen, ob sie von dem Akku-Rückruf LG betroffen sind. Experten raten dringend dazu, diese Möglichkeit zu nutzen, um potenzielle Gefahren frühzeitig auszuschließen. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer empfiehlt ebenfalls, die Geräte umgehend überprüfen zu lassen und bietet betroffenen Kunden eine kostenlose Ersteinschätzung im PV-Anlage-Online-Check an.

Weiterer Brandfall in Nordrhein-Westfalen erhöht Druck auf LG

Der Vorfall in Schönberg ist nicht der einzige, der LG derzeit unter Druck setzt. Bereits am 26. November 2024 kam es in Werne, Nordrhein-Westfalen, zu einem Brandfall mit einem LG-Batteriemodul. Ein E3/DC-Speicher, der mit LG-Batterien ausgestattet war, fing Feuer und verursachte erhebliche Schäden am Gebäude. Die Feuerwehr konnte den Brand zwar schnell unter Kontrolle bringen, dennoch zeigt dieser Vorfall erneut, dass technische Defekte bei Batteriespeichern erhebliche Risiken bergen können. Solche Vorfälle erhöhen den Druck auf LG, die Ursachen schnellstmöglich aufzuklären und betroffene Verbraucher umfassend zu informieren. Die Häufung der Vorfälle wirft Fragen zur Sicherheit von Lithium-Ionen-Speichern auf und verdeutlicht, wie wichtig regelmäßige Kontrollen und Wartungen sind. Verbraucher sollten daher den Akku-Rückruf LG ernst nehmen und ihre Geräte überprüfen lassen.

Technische Ursachen: Überladung als mögliche Gefahrenquelle

Jan Feddern, Landesinnungsmeister der Elektroinnung Schleswig-Holstein, äußerte gegenüber dem NDR eine mögliche Erklärung für die Explosion in Schönberg. Er vermutet, dass der Batteriespeicher aufgrund des sonnigen Wetters möglicherweise überladen wurde. Wenn zu viel Energie gespeichert, aber nicht ins Netz eingespeist wird, könne es zu einer explosionsartigen Entladung kommen. Feddern betonte: "Aus Erfahrung ist das der erste mir bekannte Fall in Schleswig-Holstein, dass so ein Batteriespeicher in der Form explodiert. Dass das technisch möglich ist, dass so etwas explodiert in der Lithium-Ionen-Technik, ist mir bekannt. Das passiert aber ausschließlich bei technischen Problemen in der Batterie selber oder im Bereich der Laderegelung." Diese Aussage verdeutlicht, dass technische Defekte oder Fehler in der Steuerung der Speicheranlagen ernsthafte Sicherheitsrisiken darstellen. Verbraucher sollten daher den Akku-Rückruf LG unbedingt wahrnehmen und ihre Geräte überprüfen lassen.

Parallelen zu Senec: Verbraucher erzielen positive Urteile

LG ist nicht der erste Hersteller, der mit Sicherheitsproblemen bei Batteriespeichern zu kämpfen hat. Bereits in den vergangenen Jahren sorgten Brände und Verpuffungen bei Senec-Speichern für Schlagzeilen. Der Hersteller Senec, eine Tochtergesellschaft von EnBW, musste mehrfach Geräte zurückrufen und durch Software-Updates sichern. Dennoch kam es weiterhin zu technischen Defekten und Ausfällen. Tausende Verbraucher waren betroffen und mussten über Monate hinweg auf ihre Speicher verzichten. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer vertritt zahlreiche Senec-Kunden und konnte bereits mehrere positive Urteile erwirken. So entschied beispielsweise das Landgericht Stuttgart am 10. Oktober 2024, dass die nachträgliche Drosselung der Senec-Speicher einen Sachmangel darstellt. Der Händler musste die Anlage zurücknehmen und den Kaufpreis erstatten. Diese Urteile könnten auch für LG-Kunden richtungsweisend sein, die vom Akku-Rückruf LG betroffen sind.

Welche rechtlichen Möglichkeiten haben betroffene Verbraucher?

Verbraucher, deren Batteriespeicher von LG oder Senec betroffen sind, haben verschiedene rechtliche Möglichkeiten. Laut der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer können Besitzer gedrosselter oder defekter Speicher vom Kaufvertrag zurücktreten und die Rückzahlung des Kaufpreises verlangen. Auch Schadensersatz für wirtschaftliche Nachteile durch Leistungseinschränkungen ist möglich. Alternativ können Verbraucher eine Minderung des Kaufpreises geltend machen, wenn die Nutzung der Anlage erheblich eingeschränkt ist. Die Kanzlei bietet betroffenen LG-Kunden eine kostenlose Ersteinschätzung im PV-Anlage-Online-Check an. Aufgrund der positiven Urteile in Senec-Fällen stehen die Chancen gut, dass auch LG-Kunden ihre Rechte erfolgreich durchsetzen können. Experten raten daher, den Akku-Rückruf LG ernst zu nehmen und rechtliche Beratung in Anspruch zu nehmen, um finanzielle Nachteile zu vermeiden.

Fazit: Sicherheit von Batteriespeichern auf dem Prüfstand

Die aktuellen Vorfälle rund um LG und Senec zeigen deutlich, dass die Sicherheit von Batteriespeichern kritisch hinterfragt werden muss. Lithium-Ionen-Technologie bietet zwar viele Vorteile, birgt jedoch auch Risiken, wenn technische Defekte auftreten. Verbraucher sollten daher aufmerksam bleiben und ihre Geräte regelmäßig überprüfen lassen. Der Akku-Rückruf LG ist eine wichtige Maßnahme, um potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Gleichzeitig verdeutlichen die positiven Urteile für Senec-Kunden, dass Verbraucher nicht hilflos sind, sondern ihre Rechte erfolgreich durchsetzen können. Es bleibt abzuwarten, wie LG mit den aktuellen Herausforderungen umgehen wird und ob weitere Maßnahmen folgen. Klar ist jedoch: Die Sicherheit der Verbraucher muss höchste Priorität haben, um das Vertrauen in die Technologie langfristig zu sichern.

Diese Artikel könnten dich auch interessieren

Der aktuelle Akku-Rückruf LG sorgt für Besorgnis unter Verbrauchern. Die Rückrufaktion wurde nach mehreren Berichten über Explosionen von LG-Stromspeichern eingeleitet. Diese Vorfälle werfen Fragen zur Sicherheit und Zuverlässigkeit der Produkte auf. Verbraucher sollten sich über die Risiken informieren und gegebenenfalls ihre Geräte überprüfen lassen.

In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, über die allgemeinen Sicherheitsstandards in der Branche nachzudenken. Ein Beispiel für nachhaltige Innovationen im Bereich der erneuerbaren Energien ist das Projekt Klimafit Wald. Hier wird an Lösungen gearbeitet, die nicht nur umweltfreundlich sind, sondern auch die Sicherheit der Verbraucher gewährleisten. Solche Initiativen sind entscheidend, um das Vertrauen in neue Technologien zu stärken.

Zusätzlich zu den Sicherheitsbedenken ist es wichtig, die Entwicklung der Ladeinfrastruktur zu beobachten. In Deutschland gibt es täglich 137.000 Ladevorgänge. Diese Zahl zeigt, wie wichtig es ist, die Technologie kontinuierlich zu verbessern und sicherzustellen, dass die Verbraucher Zugang zu sicheren und effizienten Lösungen haben. Der Akku-Rückruf LG könnte daher auch ein Anstoß für weitere Verbesserungen in der Branche sein.

Schließlich ist es von Bedeutung, dass Verbraucher sich auch über ihre Rechte informieren. Gerade bei Rückrufaktionen wie dieser ist der Verbraucherschutz ein wichtiges Thema. Informieren Sie sich über Ihre Möglichkeiten und handeln Sie gegebenenfalls, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten.